Wirkstoff-Porträt

Spirulina – die blaugrüne Alge, die mehr kann als grüne Smoothies

Spirulina sieht aus wie ein dunkelgrünes (auch mal blaues) Pulver und kommt aus dem Wasser. Genauer: aus warmen, leicht alkalischen Süßgewässern, in denen diese spiralförmige Mikroalge sich seit etwa 3,5 Milliarden Jahren wohlfühlt. Damit ist sie eine der ältesten Organismen unseres Planeten – älter als die meisten Pflanzen, älter als die Sauerstoff-Atmosphäre, in der wir leben.

Botanisch korrekt ist sie übrigens nicht einmal eine „Alge“ im engeren Sinn, sondern ein Cyanobakterium – aber das ist ein Detail für die Biologen.

Heute wird Spirulina nicht aus Wildvorkommen geerntet, sondern in kontrollierten Aquakulturen kultiviert. Das hat zwei Vorteile: Wir wissen genau, was reinkommt und was rausgeht, und natürliche Ökosysteme werden nicht belastet.

Was steckt drin?

Spirulina hat einen Ruf als „Superfood“, und ausnahmsweise ist der nicht aus der Luft gegriffen. Sie ist eine der nährstoffdichtesten Substanzen, die die Natur uns anbietet.

In der Trockenmasse findet sich:

  • Bis zu 60 Prozent pflanzliches Protein – mehr als in den meisten anderen pflanzlichen Quellen
  • Vitamine der B-Gruppe (B1, B2, B3, B6, B9 und B12)
  • Mineralien: Eisen, Magnesium, Zink, Kupfer, Mangan
  • Phycocyanin – das blaugrüne Pigment, das Spirulina ihre charakteristische Farbe gibt. Phycocyanin ist bekannt für seine antioxidativen Eigenschaften.
  • Chlorophyll wird ebenfalls für antioxidative Eigenschaften geschätzt
  • Gamma-Linolensäure (GLA) – eine seltene mehrfach ungesättigte Fettsäure
  • Beta-Carotin und andere Carotinoide

Was bedeutet das für die Haut?

Naturkosmetik mit Spirulina nutzt vor allem zwei Eigenschaften:

Erstens die antioxidativ bekannten Inhaltsstoffe. Phycocyanin und Chlorophyll werden in der Fachliteratur regelmäßig im Zusammenhang mit antioxidativen Eigenschaften beschrieben – also damit, was Inhaltsstoffe gegen freie Radikale tun können, jene aggressiven Moleküle, die im Hautalltag durch UV, Stress und Umweltreize entstehen.

Zweitens die nährende Komponente. Die Vitamine, Mineralien und die Fettsäuren in Spirulina geben der Haut etwas, das im Alltag oft fehlt. Anders gesagt: Spirulina ist Pflege mit Substanz, nicht nur mit Versprechen.

Warum wir sie schätzen

Spirulina ist für uns ein guter Wirkstoff, weil sie drei Dinge gleichzeitig erfüllt:

  1. Pflanzlich und vegan. Keine tierischen Komponenten, keine synthetischen Zusätze.
  2. Nachhaltig kultivierbar. Aquakulturen brauchen weniger Wasser und Fläche als die meisten anderen Nährstoffquellen.
  3. Vielseitig in der Anwendung. Spirulina funktioniert in Cremes, in Seifen und in Haarpflege – mit jeweils eigenem Charakter.

Und ein kleiner ehrlicher Bonus: Ihre natürlich grünliche Farbe ist schön. Wir müssen nichts färben.

Wo Spirulina bei uns drinsteckt

Nachtcreme mit 60 % Aloe Vera – hier setzen wir Spirulina vor allem ein

Wenn wir uns für ein Produkt entscheiden müssten, in dem Spirulina ihren Charakter am deutlichsten zeigt, dann wäre es unsere Nachtcreme.

Der Grund liegt im Tag-Nacht-Rhythmus deiner Haut: In der Nacht ist die Haut nicht damit beschäftigt, sich gegen UV, Stress und Umwelteinflüsse zu wehren. Sie hat Zeit für Pflege. Genau dann haben die Vitamine, Mineralien und Pigmente der Spirulina stundenlang ungestört Gelegenheit, in den obersten Hautschichten ihren Platz zu finden.

Kombiniert mit 60 % Aloe Vera und Jojobaöl ist die Nachtcreme eine echte „Nahrungscreme“ für die Haut: Feuchtigkeit, Nährstoffe und ein zarter Pflegefilm in einem.

Festes Shampoo mit Teebaumöl, grünem Ton, Apfelextrakt und Spirulina

In der Haarpflege übernimmt Spirulina eine andere Rolle. Hier geht es nicht um langsame nächtliche Pflege, sondern um pflegende Mikronährstoffe für Kopfhaut und Haar während des Waschens – besonders in Kombination mit dem klärenden Teebaumöl und dem tiefenreinigenden grünen Ton.

Kalte Prozessseife mit Spirulina und Rosmarin

In dieser Seife arbeitet Spirulina als nährende Komponente in der täglichen Reinigung. Die natürliche grüne Farbe der Seife kommt übrigens komplett von der Spirulina selbst – ohne Pigmente, ohne Lebensmittelfarbe.

Rosmarin ergänzt sie mit aromatischer Frische und einem leichten Reinigungseffekt.

Lust, sie kennenzulernen?

Wenn dich der Wirkstoff neugierig macht, ist die Nachtcreme der beste Einstieg – sie ist auch unsere persönliche Empfehlung, wenn jemand fragt, wo Spirulina ihre Stärken am sichtbarsten zeigt.

Alle drei Produkte findest du in unserem Shop.

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